So wirst du die Angst vor dem Fitnessstudio los!


Alle Augen im Raum richten sich auf dich. Jeder verfolgt dein Tun peinlichst genau. Du kannst sie spüren, die Häme und 3125589973_1556a80e8f_zbekommst butterweiche Knie. Du fühlst dich als Gespött der Leute, schließlich bist du „der / die Neue“. Jeder, nur nicht du, scheint viel besser hierhin zu passen. Die kleine fiese Stimme in deinem Kopf flüstert zu dir: „Du bist unsportlich und blamierst dich doch bloß! Lass es lieber bleiben, die anderen gaffen dich eh bloß an wie ein Nilpferd das auf einem Laufband steht.“ Wie konntest du auch nur im Traum dran denken dich auf dieses Abenteuer einzulassen?

So oder ähnlich könnte es in deiner Gedankenwelt aussehen, wenn du nach langem hin und her erwägst einem Fitnessstudio beizutreten. Du würdest es schon gerne tun, aber eine negative Kraft tritt das Bremspedal durch obwohl du eigentlich Vollgas geben willst: Die Angst vor dem Fitnessstudio!

Der Blick in den Spiegel als Katalysator für deine Hemmung 

Die Sorgen und Gedanken, mit denen du vielleicht diese Angst verbindest, können sehr umfangreich sein. Im Kern geht es aber fast immer nur um das eine: Das Aussehen. Entweder um dein eigenes oder das der anderen. Vielleicht befindest du dich gerade in der Situation ein paar Kilo abnehmen zu wollen und hast durch eine Umstellung deiner Ernährung auch schon die ersten Erfolge verbuchen können. Jetzt möchtest du natürlich den Turbo einlegen um den Rest auf deinen Hüften weg zu bringen.

Eigentlich müsstest du jetzt nur losgehen, ein Fitnessstudio aufsuchen und loslegen! Statt dessen bist du so gelähmt von deinen Gedanken und legst die Ambition mit dem Fitnesstraining erst mal wieder beiseite.

Es lässt dich aber trotzdem nicht so richtig los

Auf Dauer wird sich das Thema „Fitnessstudio“ aber nicht aus deinem Kopf verbannen lassen. Du würdest ja gerne gehen, wenn auch jedes Mal deine Bedenken aufs Neue reaktiviert werden. „Wieso sehe ich nur aufgepumpte Models mit perfektem Körper“ geistert dir durch den Kopf, während du das zwanzigste Mal die Homepage des Fitnessstudios um die Ecke durch surfst. Niemand der so ist wie Du wird dort präsentiert. Die Meinung, an so einem Ort fehl am Platz zu sein holt dich immer wieder ein.

Was du tief in dir vergraben vielleicht schon wusstest…

Ohne weiter auf Horror-Szenarien oder Negativbeispiele einzugehen will ich hier und gleich loswerden: Deine Angst ist (nahezu) unbegründet! Ja, Ausnahmen bestätigen die Regel und es gibt immer irgendwo Menschen die sich unmöglich verhalten – aber es gibt sie wesentlich seltener als du es glauben magst! Viel mehr wirst du überrascht sein wie es wirklich ist.

Legen wir deinen Hirngespinsten das Handwerk

Fangen wir gleich mal mit dem offensichtlichsten Fakt an: Niemand, der in einem Fitnessstudio eine gute Figur macht wurde auch so geboren! Die Leute dort, von denen du denkst sie würden dich innerlich belächeln, haben auch einen harten und langen Weg zu ihrer Form finden müssen. Vielleicht befanden sie sich sogar exakt in deiner jetzigen Situation?

Wie weiter oben schon angedeutet: Poser, deren Ego wegen ein paar Kilo mehr Muskeln ins unermessliche steigt, gibt es in fast jedem Studio. Die kannst du getrost ignorieren, sie tragen (meist unfreiwillig) noch zur positiven Stimmung im Studio bei. Auch du wirst es lustig finden, wenn sie anfangen in Unterhemden ihr Werk in der Spiegelwand der Hantel-Ecke zu begutachten.

Außerdem: Ich bin fest davon überzeugt, dass zu häufiges präsentieren des Bizeps irgendwann zu Haltungsschäden führen kann ;-).

Die meinen es doch gar nicht so!

Kommen wir zurück zu der Sache mit den sexy Fitness-Models in ihrer Funktion als Werbeträger für die Fitness-Branche. Mir ist bewusst, dass in einer Situation großer Verunsicherung ein gut gebauter Adonis als Werbefigur eine hohe Messlatte legt. Betreiber von Fitnessstudios wollen dich mit solcher Reklame aber bestimmt nicht abhalten ihre Angebote in Anspruch zu nehmen. Hier gibt es seit Jahren einfach feste „Werbe-Rituale“, und zwar die, die Menschen in bestmöglicher Verfassung zu präsentieren. Das Ziel eines Fitnessstudios ist es ja schließlich dich gesund und fit entsprechend deiner Vorstellungen zu machen. Und seien wir mal ehrlich: Du würdest doch gern, wenn es klappen würde, auch einen Körperbau haben für den dich andere bewundern! Die Werbemaßnahmen sind kurz gesagt nur oberflächlicher Art und Weise und sollten dich nicht verunsichern. Sie wollen dir zeigen was drin ist wenn du mit entsprechendem Einsatz die Eisen glühen lässt.

Du wirst überrascht sein: Da sind ganz normale Menschen im Studio!

Kommen wir weg von den Sorgen, die durch Oberflächlichkeit und schlechten Charakter erzeugt werden. Stattdessen schauen wir uns mal an, was sonst nicht so ist wie du vielleicht denken magst. Um es gleich klar zu stellen: Es sind vielmehr „einfache“ Leute wie Hausfrauen und Schreibtisch-Akrobaten in Fitnessstudios als du dir vielleicht ausmalst. Du stößt öfter auf dicke Hintern als auf durchtrainierte Muskelpakete und jeder ist viel mehr mit sich selbst und seinem Training beschäftigt als über andere nachzudenken. Du wirst erstaunt sein, welche bunte Mischung an Menschen du dort kennenlernen wirst. Ob jung oder alt, dick oder dünn – das sind nur wenige der Merkmale, die das Publikum in einem Fitnessstudio kennzeichnen.

Lerne die Geschichte anderer kennen

Durch diese breite Palette an unterschiedlichen Charakteren hast du auch eine ideale Möglichkeit um soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Du lernst Menschen kennen, die vielleicht die selben Ängste und Sorgen wie du hatten und jetzt begeisterte Sportler ohne Hemmungen sind. Ziemlich sicher findest du auch Menschen, die die gleichen Ziele wie du erreichen wollen. Hier kannst du dich über mögliche Wege aber auch Erfahrungen mit den anderen austauschen – dein Erfahrungslevel und deine Selbstsicherheit werden im Laufe der Zeit somit immer größer und größer!

Noch ein paar Dinge die es dir erleichtern

Zum Abschluss möchte ich dir noch ein paar kleine Tipps geben die dir zusätzlich helfen sollen über deinen Schatten zu springen:

  • Ruf vorab kurz im Studio an und lasse dir die Öffnungszeiten nennen, an denen für gewöhnlich weniger los ist. Somit kannst du erstmal vor einem geringen Publikum schnuppern ohne gleich das Gefühl zu haben das dich tausend Paare Augen betrachten.
  • Geh in das Studio deiner Wahl und schau dir dann erstmal alles in Ruhe und unverbindlich an. Kleine Studios sind oft familiärer als große Ketten und bieten dir ein zusätzliches Maß an Geborgenheit. Ausnahmen bestätigen hier aber wie üblich die Regel.
  • Absolviere unbedingt ein Probetraining und lasse dich individuell anhand deiner körperlichen Situation von einem Trainer einweisen. So lernst du vom Profi wie die Geräte richtig bedient und eingestellt werden. Zudem wird dir ihr Sinn und Zweck genauer erklärt. Damit kannst du auch einer möglichen Angst vor zu viel Unwissenheit was das Fitnesstraining angeht vorbeugen.
  • Trainiere nicht allein! Suche dir wenn möglich gleich von Anfang an einen Trainingspartner! Vielleicht hast du einen Freund, eine Freundin oder jemanden in deiner Familie, der mit dir den Gang ins Fitnessstudios macht. Ihr habt dazu die Möglichkeit euch immer gegenseitig zu motivieren und lasst dann vielleicht weniger Workouts ausfallen als du es vielleicht alleine unter verschiedensten Vorwänden tun würdest.

Nimm jetzt die Hürden…

…denn sie sind wie du siehst nicht so hoch wie du denkst! Vielleicht wird aus deiner anfänglichen Angst ja noch eine brennende Leidenschaft. Ich würde mich darüber freuen! Hast du ähnliche Erfahrungen mit dieser Angst schon gemacht und konntest sie erfolgreich überwinden? Schreib mir doch in den Kommentaren wie es dir ergangen ist.

Bis bald,

Stefan

 

Kommentar erstellen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *